Abgeschlossene Projekte 2018-11-10T11:45:31+00:00

Ausstattung einer Krankenstation mit Solarengerie

Ausstattung einer Krankenstation mit Solarenergie

Hierbei handelt es sich um ein Kurzzeitprojekt, welches von Friends of Ruanda e.V. im Jahre 2007 initiiert wurde. Durch die Installation der Solaranlage wird die Krankenstation von Kabatwa (-1.5782651, 29.4229233) zum Ersten Mal mit Elektrizität versorgt. Hiervon profitieren bis heute die ca. 50.000 Einwohner in der 400km² grossen Gemeinde. Die Installation wurde durch “Die Solarwerkstatt” von Anton Cindric (info@solarwerkstatt-gp.de) und unsere lokale Partnerorganisation CLCP-Dusugire durchgeführt. 

Einrichtung von Ausbildungsplätzen

Einrichtung von Ausbildungsplätzen

Das inzwischen abgeschlossene Projekt lief von Maerz 2008 bis Januar 2017. In Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation CLCP-Dusugire schuf es Möglichkeiten für Jugendliche, ihren eigenen Lebensunterhalt durch eine entsprechende berufliche Qualifizierung (Ausbildungsberuf) zu sichern und somit der hohen Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. 

Hintergrund für das Projekt war der Umstand, dass es in Ruanda keine dualen Ausbildungsmöglichkeiten, wie in Deutschland gab. Häufig fehlen den Eltern die Mittel, um den Kindern eine qualitative gute Ausbildung zu ermöglichen. Gleichzeitig mangelt es bei den Betrieben an geschultem Personal, das in der Lage ist, Wissen und Kompetenzen sachgerecht zu vermitteln. Friends of Ruanda e.V. hat hierfür teilnehmende Betriebe in rechtlicher, medizinischer und sachlicher Hinsicht geschult und beraten und die notwendigen Arbeitsmittel bereitgestellt, um den teilnhemenden Jugendlichen eine kostenlose berufliche Qualifizierung zu ermöglichen. 

Ferner zielte das Projekt darauf, die frisch ausgebildeten Jugendlichen bei der Gründung eines eigenen Betriebs zu unterstützen und den Aufbau einer Struktur zu foerdern, in welcher sich die Handwerker selber organisieren koennen. 

Insgesamt haben 68 junge Menschen im Alter von 16 -25 Jahren von diesem Projekt profitiert.

Das Projekt war in Kabari (-1.70259, 29.32901) angesiedelt und wurde durch Eliphaz Ntibizerwa (e.ntibizerwa@friends-of-ruanda.org) betreut. 

CCSME - Kompetenzzentrum für kleine und mittelgroße Unternehmen

CCSME - Kompetenzzentrum für kleine und mittelgroße Unternehmen 

Seit Dezeber 2011 ist das Zentrum Anlaufstelle für UnternehmerInnen und UnternehmensgründerInnen. Es informiert über administrative Vorgaenge wie z.B. die Registrierung von Unternehmen bei Behörden und schult Besucher in Grundlagen der Betriebsführung, des Qualitätsmanagements und über nationale Qualitäts- und Produkstandards. Ausserdem werden UnternehmerInnen bei der Gruendung von Interessensgrupen, wie z.B. Genossenschaften oder Kooperativen unterstützt. Ziel ist es Menschen bei dem langfristigen und nachhaltigen Betrieb eines Gewerbes zu unterstützen, das die Lebensgrundlage für ein oder mehrere Personen bietet. 

Die Zielgruppe sind kleine und mittelstaendische Unternehmen aus dem Handwerks- und Dienstleistungsgewerbe in den Distrikten Rubavu, Rutsiro und Nyabihu in der Westprovinz Ruandas. Dazu gehoeren vor allem Frauen, als treibende Kraft unter den Kleinunternehmern. 

Diese stellen gleichzeitig eine besonders verwundbare Gruppe innerhalb der ruandischen Gesellschaft dar. Frauen und Mädchen, die unehelich schwanger werden oder auch Witwen haben es oft schwer. Wenn sie von ihren Familien nicht unterstützt werden, bleibt ihnen oftmals nur die Möglichkeit mit ihrem Kind auf der Straße zu betteln oder aber sich zu prostituieren. Sie führen ein Leben in Armut und Abhängigkeit. Auch die Mäglichkeit einen Bildungsabschluss zu Erlangen sind in solchen Faellen sehr gering. Die Folge ist, dass die Kinder schlecht versorgt werden und Chancen auf einen Schulbesuch sinken. 

Durch die wertvolle Unterstützung der Georg-Kraus-Stiftung und Lemonaid  konnten im Jahre 2016 bzw. 2017 unterschiedliche Workshops durchgeführt werden, die besonders den Frauen Zukunftsperspektiven bieten sollen. 

Daneben profitieren in besonderer Weise junge Erwachsene, die durch die Konflikte in der Region in den vergangenen Jahren nur unzureichende Schulbildung geniessen konnten und daher besonders auf nicht akademische Erwerbsmöglichkeiten angewiesen sind. Die Bekaempfung von Jugendarbeitslosigkeit und Armut in Ruandas Westprovinz an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo stellt ferner eine Erwerbsoption für Jugendliche dar, die sich womöglich bewaffneten Milizen im Ostkongo anschliessen wuerden. 

Das Kompetenzzentrum wird durch die lokale Partnerorgansiation CCSME (Competence Center for Small and Medium Enterprises) betrieben und befindet sich gut angeschlossen an der Hauptverkehrsroute Rubavu – Musanze in Kanzenze-Kabari (-1.6483, 29.3806). Zuständig für das Projekt ist Eliphaz Ntibizerwa (e.ntibizerwa@friends-of-ruanda.org) 

Zur weiteren Information stehen zwei Berichte von Projektbesuchen in den Jahren 2012 und 2016 zur Verfügung. (Link) 

CCSME – Start-up Hilfen für kleine und mittelständische Betriebe

CCSME – Start-up Hilfen für kleine und mittelständische Betriebe

Über die Bildungsangebote hinaus fördert dass Kompetenzzentrum auch Kleinunternehmerinnen  und Kleinunternehmer, in dem es Mikrokredite als Start-up Hilfe gewährt.

Für diese, sowie Menschen mit geringen Einkommen ist es in Ruanda schwierig Kleinkredite zu erhalten. Entweder gibt es keine oder nur unzureichende Sicherheiten, die gegeben werden können oder die Zinsen, die häufig 20% und mehr betragen, sind nicht bezahlbar, so dass eigentlich unaufwendige Investitionen, die sich nach kurzer Zeit amortisieren würden, schlicht nicht möglich sind. Der Ausbau von Betrieben und das Bedienen einer gesteigerten Nachfrage scheitert an leicht überwindbaren Hürden. Auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist somit nicht möglich.

Das im Februar 2008 gestartete Projekt ist im Rubavu Distrikt im ländlich geprägten Westen Ruandas aktiv. Organisiert und geleitet wird das Projekt inzwischen von CCSME (Comptence Center for Small and Medium Enterprises) mit Sitz in Kabari-Kanzenze (-1.6306, 29.4129). CCSME ist ein langjähriger Partner von Friends of Ruanda e.V. vor Ort, mit dem in langer Zusammenarbeit unterschiedliche Projekte realisiert wurden.

Die so vergebenen Mittel gingen bisher an Projekte wie die Ausstattung eines kleinen Ladens, eine Näherei, in die Erwachsenenbildung, einen Friseursalon oder in die Viehzucht (Ziegen und Kühe) und halfen somit nachhaltige Existenzgrundlagen auf dem Land zu schaffen und die Arbeitslosigkeit, sowie Armut auf dem Land zu bekämpfen.

Unterstätzung erhält das Projekt mittlerweile auch von Lemonaid & ChariTea e.V.
(https://lemonaid-charitea-ev.org/education-programs-rwanda/?lang=en)

Strassenkinderzentrum - Abadahogora

Strassenkinderzentrum - Abadahogora

Das Projekt war Teil der weltwärts Projektstellen und wurde in diesem Zusammenhang von 2008 bis 2014 als Einsatzstelle fuer Freiwillige aus Deutschand genutzt. Das Straßenkinderzentrum wurde zusammen mit dem Distrikt geführt und versorgte bis zu 50 Kinder und Jugendliche, die sonst auf der Straße gelebt hätten. Neben der Grundversorgung mit Essen und Kleidung ging es darum den Kindern Freizeitangebote zu machen und ggf mttels Resoziaisierungsprogrammen, die betroffenen wieder in Familien zu integrieren. In einem späteren Teil des Projektes sorgte sich eine lokale Streetworkerin um die Kinder und es wurden Ausbildungsplätze vermittelt. Hier konnte u.a. auch auf bestehende Strukturen in einem 

parallelen Projekt von Friends of Ruanda e.V. in Kooperation mit der lokalen Partnerorganisation CLCP-Dusugire zurückgegriffen werden können. 

Das Projekt befand sich im Zentrum Gisenyis in Ruandas Westprovinz (-1.70036, 29.25912). Verantwortliche war Katrin Liebler (k.liebler@friends-of-ruanda.org).